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1. Preis - Wettbewerb Entwicklung der Ortsmitte Überraschen, Brigachtal

freiraumwerkstadt Überlingen I fsp.stadtplanung Freiburg I storz.architektur Freiburg

Ortsmitte Überauchen Freiburg Schwarzwald storz.architektur Holz

Dorfhaus mit Dorfplatz

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Das "Dorfhaus"
Das neue „Dorfhaus“ misst 40 mal 10 m, hat zwei Vollgeschosse und ein nutzbarer Dachraum unter einem markanten 55° steilen Dach. Mit seinem östlichen Giebel steht das neue ortsprägende Dorfhaus in der östlichen Achse der Bondelstraße. Der westliche Giebel prägt den neuen Dorfplatz. Ein großzügiger offener Durchgang in gestalterischer und funktionaler Anlehnung an ortstypische Scheunentore erschließt über ein „kaltes“ Treppenhaus die östliche und westliche Gebäudehälfte und bietet wettergeschützte Außenräume. Hierüber ist auch die nördliche Senktrechtparkierung an der Bondelstraße angeschlossen. Ein Cafe mit erweiterten gastronomischen Angeboten bietet sich erdgeschossig in funktionaler Orientierung zum Dorfplatz an. Im östlichen Erdgeschoss wie auch in den Räumen des 1. Obergeschosses sind soziale Betreuungseinrichtungen, Dienstleistungen und Büroflächen möglich. Das Dachgeschoss ist der geeignete Raum für Ausstellungen, Veranstaltungen, Vereine und Dorfgemeinschaft. Das „Dorfhaus“ ist geprägt durch die einfache archaische Form des alleingestellten „Langhauses“ mit sehr steil geneigtem Dach und einer einheitlich-zurückhaltenden Gestaltung. Die Holz-/Glas Fassade wird nach funktionalen und gestalterischen Aspekten gegliedert in offen-gläserne, holzlamellen-transparente und geschlossene Fassadenanteile. Prägend sind vor allem die gleichmäßige Lamellenstruktur der östlichen Giebelfläche in der Straßenachse und die gläserne Struktur der westlichen Giebelseite am Dorfplatz. Das Dorfhaus könnte in Holzbauweise errichtet werden.

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Städtebauliches Konzept

Der vorgeschlagene Abriss der Gebäude des ehemaligen Hirtareals wird unterstützt. Im räumlichen Zusammenhang mit einer baulichen Entwicklung des bereits freigeräumten ehemaligen Kranzareals eröffnet sich die Möglichkeit einer grundlegenden städtebaulichen Neuordnung der Ortsmitte von Überauchen. Eine kräftige bauliche Raumkante des neuen Kranzareals (in der Dimension bestehender Gebäude) parallel zur bestehenden Straßen-führung bildet die städtebauliche Ausgangslage zur Beurteilung der neuen räumlichen Ausformung des zentralen Bereichs auf und um das Grundstück Hirt. Die Option einer baulichen Freihaltung mit ausschließlicher Gliederung und Gestaltung als öffentlicher Raum wird wegen der durch einen Gebäudeabriss entstandenen, dörflich unangemessenen Raumdimension nicht in Erwägung gezogen. Die daraus abgeleitete Konzeption der Einfügung eines neuen Gebäudes war einerseits geleitet von der Auffassung, den historischen Straßenverlauf der Bondelstraße zu erhalten und räumlich klar zu fassen. Andererseits sollte eine neu gefügte Abfolge verkehrsberuhigter öffentlicher Teilräume entstehen mit individuellen Bezügen zu Heimatmuseum, Mehrzweckhalle und Gasthaus Hirschen sowie zum gegenüber der Straße liegenden neuen Gebäude des Kranzareals. Eine neue Grünverbindung verknüpft das geplante Neubaugebiet ‚Haseln‘ mit der neuen Dorfmitte.


Planzeichnungen von freiraumwerkstadt, Überlingen